Stephan

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Stephan hegte frühzeitiges Interesse an allerlei Dingen, die Töne produzieren. Einer schulischen Keyboard-/Klavier-Ausbildung folgten zahlreiche autodidaktische Ausflüge in die Welt der akustischen und historischen Instrumente, die schließlich in einem akuten Multi-Instrumentalismus uferten.

Als Student entdeckte er 2003 die Drehleier und sammelte seitdem weitreichende Erfahrungen im Bereich der traditionellen Tanzmusik durch Workshops und Sessions mit Folk-Musikern aus ganz Europa. Sein genreübergreifendes musikalisches Interesse erweckte in ihm den Ehrgeiz, die Drehleier als modernes Instrument zu begreifen, dessen Grenzen es noch auszuloten gilt.

Neben der musikalischen Laufbahn hat Stephan einen Abschluss als Diplom-Ingenieur der Akustik an der TU Dresden. Seinen bürgerlichen Ingenieursberuf hat er jedoch 2012 mit dem Einstieg bei Faun gegen das Lotterleben eines Profimusikers eingetauscht.

Neben Faun spielt Stephan zusammen mit Oliver S. Tyr in der Folk-Band „Folk Noir“ und ist Gründer und Leiter der Mittelalter-Folk Band „Liederlicher Unfug“ und der Folk-Fusion Band „Zirp“. Außerdem ist er als Live-, Studio- und Theatermusiker tätig. Er ist live bei allen Faun-Konzerten zu erleben und bei den Erfolgs-Alben „Von den Elben“ und „Luna“ zu hören.

Instrumente: Drehleier, Cister, Low Whistles, Gesang

– Persönliche Fragen –

1. FAUN hat so viele wundervolle Songs – wen du einen wählen müsstest – welcher wäre dein Favorit?
Stephan: Das ist eigentlich eine unmöglich zu beantwortende Frage, da sich die Quintessenz von Faun nicht in einem Stück fassen lässt. Am ehesten würde ich mich dennoch für „Alba“ entscheiden, sowohl in der alten als auch in der neuen Live-Version. Hier treffen einfach sehr viele faunische Stärken aufeinander (ätherische Melodie, poetischer Text, mehrstimmiger Gesang, ausgedehnte Instrumentalteile, organische Beats und Sounds). Außerdem ist Alba auch nach wie vor einer meiner Lieblingssongs im Live- Programm.

2. Mit welchem Künstler träumst du eines Tages einmal zu kollaborieren?
Stephan: Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich bereits mit so großartigen Musikern, wie meinen Kollegen von Faun, Zirp und Folk Noir sowie vielen großartigen Tour-Gästen auf der Bühne stehen konnte. So etwas hätte ich mir noch vor 10 Jahren nie träumen lassen. Darüberhinaus bleibt eigentlich nur noch ein unerfüllbar großer Traum übrig: Eine Zusammenarbeit mit den legendären „Popes of Paganism“. Leider ist solch ein Wunsch nach dem Vorfall in Krakau wohl illusorisch.

3. Wie bist du Teil von FAUN geworden?
Stephan: Ich war bereits vor der Zeit bei Faun mit meiner damaligen Mittelalter-Folk- Band „Liederlicher Unfug“ und der Fusion-Folk Band „Zirp“ semi-professionell musikalisch aktiv und machte durch mein Drehleier-Spiel wohl auf mich aufmerksam. Ende 2011 bekam ich eine Anfrage von Faun, die gerade eine Zeit des Umbruchs erlebten und auf der Suche nach neuen Musiker*innen waren. Nach einem Treffen mit der Band und einer ausgedehnten Jam-Session mit Oli war klar, dass ich die Band von 2012 an begleiten würde. Ich musste nur noch meinen Hauptberuf als frisch graduierter Akustik- Ingenieur aufgeben und startete in das Lotterleben eines Musikers. Ich bereue bisher nichts!

4. Wirst du öfter auf Alben singen?
Stephan: Seit ich denken kann, singe ich für mein Leben gern und liebe insbesondere mehrstimmigen Gesang. Gerade die unterschiedlichen Stimmfarben, der Satzgesang und der Wechsel zwischen Frauen- und Männerstimmen machen Faun meiner Ansicht nach so einzigartig. Seit ich bei Faun bin, habe ich auch eine gewisse Ader zum Songwriting und Texten in mir entdeckt und habe das Gefühl, dass die Stücke von den Fans auch gut angenommen werden. Ich denke, es wird daher immer mal wieder ein Solo-Stück von mir geben. Aber pssst…das sollen weiterhin schön die Geheimtipps bleiben 😉

5. Wenn du kein Musiker wärst, wie würdest du dann dein Geld verdienen?
Stephan: Wenn ich kein professioneller Musiker geworden wäre, würde ich wohl weiterhin als Akustik-Ingenieur arbeiten und unter anderem Konzertsäle planen, in denen Bands wie Faun auftreten. Ehrlich gesagt ist mir der Platz auf der Bühne als Musiker aber wesentlich lieber!